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Gesund leben
Furunkel

Furunkel / Foto © iStock.com, maroke

Erkennung & Behandlung

Furunkel • Finger weg von der Entzündung

  • Artikel vom 11. September 2018

Bei eitrigen Entzündungen gilt: Handelt es sich um ein Furunkel, ist Ausquetschen strengstens verboten – denn jedes Drücken kann das Abszess verschlimmern. Was stattdessen wirklich hilft.

Auch wenn es viele Menschen tun, raten die Experten der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft e.V. (DDG) eigentlich davon ab, Pickel selbst auszuquetschen. Was bei Akne zu einer Verschlechterung der unreinen Haut und zu Narben führen kann, hat bei Furunkeln sogar noch schlimmere Auswirkungen. Bei dieser Art von Abszess handelt es sich nämlich nicht um ganz normale Pickel: Es sind eitrige Entzündungen, die um Haarfollikel herum auftreten und meistens durch das Bakterium Staphylococcus aureus verursacht werden.

Ursachen von Furunkeln

Staphylococcus aureus werden durch Schmierinfektion von Menschen oder Gegenständen übertragen. Bei 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung befinden sich die Bakterien phasenweise im Körper und besiedeln dort zum Beispiel die Nasen-Rachen-Schleimhaut. Das Vorhandensein des Bakteriums im menschlichen Organismus ist nicht schlimm und löst per se noch keine Erkrankung aus. Erst, wenn zum Beispiel das Immunsystem geschwächt ist, kommt es zu einer Selbstinfektion. Das Bakterium nutzt seine Chance und verwendet kleine Verletzungen der Haut als Eintrittspforte, um in die tieferen Hautschichten einzudringen – etwa dann, wenn Männer sich nach dem Rasieren nicht ausreichend desinfizieren.

Symptome: Daran erkennt man ein Furunkel

Das Furunkel entwickelt sich aus einer oberflächlichen Haarbalgentzündung – in der Fachsprache als Follikulitis bezeichnet. Typischerweise ist es rot-bläulich, fühlt sich wie ein harter, praller Knoten an und schmerzt. In der Größe unterscheiden sich die Furunkel, sie sind etwa reiskorngroß. Bei genauem Hinsehen lässt sich in der Mitte das Haar erkennen, das von der Entzündung umgeben ist.

Furunkel können sich in allen behaarten Körperbereichen bilden, sie treten aber vor allem an folgenden Stellen auf:

• Nacken
• Gesicht (z. B. Nase oder Oberlippe)
• Achseln
• Beine
• Anogenitalregion (After und Geschlechtsorgane)

Es kann vorkommen, dass das Furunkel von einer regionalen, schmerzhaften Lymphknotenschwellung begleitet wird. Sind mehrere Haarfollikel nebeneinander entzündet, wird dies als Karbunkel bezeichnet. Dieses Phänomen ist oft noch schmerzhafter und kann mit allgemeinen Krankheitssymptomen wie einer erhöhten Körpertemperatur einhergehen.

Furunkel-Behandlung – die schmerzhafte Entzündung loswerden

Furunkel lassen sich nicht ausdrücken. Wer es versucht, schadet seiner Haut. Deshalb lautet bei diesen Entzündungen das Motto: Finger weg! In der Regel verschwinden Furunkel von selbst, wenn sie reif sind. Es kommt zu einer Spontanentleerung des Eiters und dadurch auch zu einer sofortigen Besserung der Beschwerden, da der Druck nachlässt. Die Wunde kann nun abheilen, eine Narbe bleibt an der betroffenen Stelle zurück.

Verschwindet das Furunkel nicht von alleine, können verschiedene Methoden zum Einsatz kommen, die seine Reifung fördern – Rotlicht, feuchte Wärmeumschläge oder Zugsalbe. Sie alle haben den Zweck, das Furunkel "einzuschmelzen". Entleert es sich dann immer noch nicht spontan, nimmt der Arzt einen kleinen Stich in die Haut vor, um es zu öffnen.

Tritt Fieber auf oder besteht die Gefahr für Komplikationen, kann der Arzt nach seiner Diagnose eine Antibiotikatherapie anordnen. Dass es sich um ein Furunkel handelt, erkennt er meist schon auf einen Blick am klassischen Erscheinungsbild. Mithilfe eines Abstrichs kann der Mediziner feststellen, welcher Erreger verantwortlich ist.

Vorsicht bei Furunkeln im Gesicht und bei Karbunkeln

Furunkel, die im Gesicht auftreten, erfordern besondere Maßnahmen. Der Grund: Eiter und Keime können durch die Blutbahn in das zentrale Nervensystem gelangen. Deshalb darf jetzt erst recht nicht selbst daran herumgedrückt werden. So könnten im extremsten Fall nämlich seltene Komplikationen wie eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine sogenannten Sinus-cavernosus-Thrombose auftreten, bei der sich ein Blutgerinnsel im Bereich der Hirnnerven bildet. Vorsichtshalber kann der Arzt Betroffenen eine Ruhigstellung empfehlen, bei der auf Sprechen und Kauen von fester Nahrung verzichtet werden muss. Karbunkel bergen in sehr seltenen Fällen die Gefahr einer Blutvergiftung (Sepsis).

Furunkel und Diabetes

Menschen mit einer Abwehrschwäche sind häufiger von Furunkeln betroffen. Eine solche Schwäche kann bei der Einnahme von Medikamenten, chronischen Erkrankungen, einer HIV-Infektion oder eben bei der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus bestehen. "Ist der Stoffwechsel gut eingestellt, sind Menschen mit Diabetes nicht anfälliger für Pilz- und andere Hautinfektionen als Gesunde. Doch etwa ein Drittel von ihnen leidet wegen einem zu hohem Blutzuckerspiegel unter Funktionsstörungen der Haut", erklärt Dr. med. Alexander Risse, Leitender Arzt am Diabeteszentrum Medizinische Klinik Nord in Dortmund in einer Pressemitteilung der Deutschen Diabeteshilfe. Durch Insulinmangel oder -resistenz und Nervenschädigungen können Krankheitserreger leichter in die tieferen Hautschichten eindringen und zu einem Furunkel führen. "Immer wiederkehrende Furunkel oder Soor können daher bei einem bislang noch nicht diagnostizierten Patienten erste Anzeichen für Diabetes sein", so Risse.

Checkliste: Wann zum Arzt?

Der Bundesverband für Ambulantes Operieren e.V. rät, bei entzündeten Knoten, die nicht innerhalb einer Woche verschwinden oder größer werden, einen Arzt aufzusuchen. Bitten Sie Ihren Arzt bei folgenden Symptomen um Rat:

• Das Furunkel bricht nicht von selbst aus und kann deshalb nicht heilen.
• Auch nach einigen Tagen Selbstbehandlung bessert sich das Furunkel nicht.
• Sie leiden unter starken Schmerzen.
• Furunkel tritt im Gesicht auf.
• Es handelt sich um wiederkehrende Furunkel (Furunkulose).
• Symptome wie Fieber oder Abgeschlagenheit machen sich bemerkbar.
• Es bestehen Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus.

So beugen Sie Furunkeln vor

Auch ohne bestehende Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus macht sich ein geschwächtes Immunsystem durch Erkrankungen der Haut bemerkbar. Damit sich der Körper Bakterien erfolgreich vom Leib halten kann, sollte man seine Abwehrkräfte stärken. Das Zentrum unseres Immunsystems liegt im Darm, deshalb müssen wir vor allem ihm täglich schmeicheln. Am besten geht es dem Darm, wenn er viele Ballaststoffe bekommt, dafür wenig Alkohol und keine Medikamente. Auch ausreichend Bewegung und mindestens zwei Liter kalorienarme Flüssigkeit am Tag bringen das Immunsystem in Topform. Besonders praktisch: Ganz nebenbei purzeln auf diese Weise die Pfunde, Übergewicht wird abgebaut und das Risiko für Diabetes mellitus verringert.

Zur Vorbeugung von Furunkeln sind darüber hinaus noch andere Empfehlungen sinnvoll: Tragen Sie keine scheuernde Kleidung, desinfizieren Sie die Haut nach der Bartrasur, wechseln Sie Handtücher und Bettwäsche regelmäßig und waschen Sie sich immer sorgfältig die Hände. Hygienemaßnahmen für Körper und Haushalt sind auch dann wichtig, wenn Sie an einem Furunkel leiden – so verhindern Sie, dass sich andere Personen anstecken.

Quellen:

Fritsch, P.: Dermatologie und Venerologie: Lehrbuch und Atlas. Springer-Verlag, 2013;
Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft: S2k + IDA Leitlinie: Diagnostik und Therapie Staphylococcus aureus bedingter Infektionen der Haut und Schleimhäute. AWMF-Register Nr. 013/038 (Stand 04/2011);
Online-Informationen des Berufsverbands für Ambulantes Operieren e.V. (operieren.de) und der Deutschen Dermatologische Gesellschaft e.V. (DDG) (derma.de);
Pressemitteilung der Deutschen Diabeteshilfe vom 22.02.2017: Bei Diabetes auf die Hautgesundheit achten. www.diabetesde.org

Autor: Viola Booth