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Gesunde Ernährung
Gesunde Gurken

Foto © iStock, elena_hramowa

Mit leckeren Rezepten!

Gurken • So gesund sind die grünen Schlankmacher

  • Artikel vom 02. August 2018

Gurken haben nicht nur extrem wenig Kalorien und sättigen trotzdem gut – sie wirken außerdem gegen Sodbrennen und machen Haut und Haare schöner.

Die Gurke, botanischer Name Cucumis sativus, stammt ursprünglich aus dem Himalaya oder aus Afrika – hier gibt es widersprüchliche Quellen. Fest steht jedoch, dass sie über Ägypten und die Mittelmeerländer zu uns gelangte. Sie stieg rasch zu einem beliebten Gemüse auf, bereichert seit dem 19. Jahrhundert die Küche in Süd-, West- und Osteuropa.

Gurken – diese Inhaltsstoffe machen sie wertvoll

Gurken enthalten bis zu 95 Prozent Wasser. Daneben zeichnen sich Salatgurken aber auch durch einen hohen Gehalt an diesen Nähr- und Vitalstoffen aus:

• B-Vitamine – für gute Nerven, schöne Haare und makellose Haut

• Vitamin C – stärkt die Abwehrkräfte

• Kalium – für die Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskeln, sorgt für gesunde Herztätigkeit

• Magnesium – für Muskeln und Nerven

• Phosphor – unersetzlich für starke Knochen

• Silizium – für starke Haare und Nägel

• Ballaststoffe – für eine gute Verdauung und den Abtransport von Schadstoffen

• sekundäre Pflanzenstoffe wie etwa Sterole – zum Abbau von Cholesterin und Bitterstoffe wie die Cucurbitacine

Die Liste liest sich wie ein Rezept für Gesundheit und Schönheit. Eine Sache sollte man aber unbedingt beachten, wenn man die volle Wirkung der Vitalstoffe genießen will: Die meisten stecken in der Schale oder direkt darunter. Gurken sollte man also am besten ungeschält genießen. Sprich: Am besten Bio-Qualität kaufen und gründlich waschen.

Gurken gegen zu viel Magensäure, Kopfschmerzen und Krebs

Gurken reduzieren Säure im Körper. Wer Sodbrennen hat, kann also mit etwas Gurke, langsam gekaut, die aufsteigende Säure abpuffern.

Der natürliche Mix aus Mineralstoffen und Vitaminen kann außerdem Kopfschmerzen vertreiben, etwa nach einer zu kurzen Nacht und Kater.

Doch die Gurke kann noch mehr. Ihre Bitterstoffe könnten dazu beitragen, vor Krebs zu schützen. Darauf weist zumindest diese Studie hin.

Warum Gurken schlank machen

Erst einmal das Offensichtliche: Eine Gurke liefert nur rund 12 Kilokalorien pro 100 Gramm Frischware. Sie hilft aber auch noch auf andere Weise, schlank zu bleiben oder zu werden, wenn man sie in die Ernährung einbaut. Denn sie...

• entwässert
• entschlackt
• sättigt, trotz der verschwindend wenigen Kilokalorien.

Gurken sind also bestens geeignet, als Hauptzutat fprs leichte Kochen genutzt zu werden (Rezepte siehe unten). Außerdem sind sie ein wunderbarer Snack für zwischendurch, den man komplett bedenkenfrei genießen kann.


So wachsen Gurken. / Foto © iStock, Garsya

Gurken als natürliches Schönheitsmittel

Daneben eignen sich Gurken auch als Kosmetikum – nicht nur in der innerlichen Anwendung, sprich durch den Verzehr.

Auch als Maske – Gurkenschalen oder Gurkenringe – versorgen die trockene Haut mit Feuchtigkeit, reduzieren Rötungen und Schwellungen und eignen sich sogar für die empfindliche Augenpartie. Eine Gurkenmaske gilt übrigens auch als Geheimtipp gegen Sonnenbrand.

Was man bei Kauf und Lagerung beachten sollte

Gurken sollte man am besten möglichst frisch und nicht eingeschweißt kaufen. Im April und Mai kommen die ersten Freilandgurken bei uns auf den Markt. Achten Sie beim Kauf auf eine pralle, unverletzte Schale. Die Enden der Gurke sollten nicht weich sein, sondern fest.

Bei kühler Raumtemperatur von rund 15 Grad bleiben sie einige Tage frisch. Im Kühlschrank ist es Gurken jedoch zu kalt, dort werden sie weich und wässrig. Auch zum Einfrieren eignet sich das Gemüse nicht.

Auch wichtig: Gurken nicht neben Tomaten oder Äpfeln lagern, sie könnten sonst bitter werden. Ursache ist das Reifegas Ethylen, das einige Obstsorten und Tomaten verströmen.

Die besten Gurkenrezepte


Gurkensalat-Variation mit Shrimps, köstlich und leicht. / Foto © iStock, haoliang

Gurkensalat mit Shrimps

2 kleine Bauerngurken
zwei Handvoll Feldsalat
1 kleine rote Zwiebel
200 gr gegarte TK-Shrimps, nach Anweisung aufgetaut
Salz, Pfeffer, nach Belieben Chili
Balsamicoessig, Olivenöl

Gurken waschen und in Scheibchen schneiden. Feldsalat putzen, Zwiebel fein schneiden. Alle Zutaten miteinander vermischen, die Shrimps darüber drapieren, eine Vinaigrette aus den Gewürzen, Essig und Öl rühren, den Salat damit abschmecken und servieren.

Gurkensalat mit Sauerrahm/Joghurt

1 Salatgurke
etwas frisch gehackter Dill
1 halber Becher Sauerrahm (oder Joghurt, für die schlankere Version)
Salz, Pfeffer, Prise Zucker

Die Gurke waschen und in dünne Schieben hobeln. Aus den übrigen Zutaten ein Dressing rühren, mild abschmecken und mit den Gurken genießen, etwa als Beilage zu scharfen Fleisch- oder Fischgerichten.

Gurkensuppe

1 Salatgurke
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Bund Schnittlauch
100 gr Doppelrahmkäse
2 Eiswürfel
Salz, Pfeffer
(1 kleiner Schuss trockener Sherry)

Gurken waschen und in Würfel schneiden, Zwiebeln und Knoblauch putzen und ebenfalls grob zerkleinern. Schnittlauch waschen und in Röllchen schneiden. Diesen und die anderen Zutaten in einen Mixer geben und fein pürieren. Mit den Gewürzen abschmecken und wer möchte mit dem Alkohol aromatisieren. Die kalte Gurkensuppe in Gläsern anrichten und als leichten Mittagssnack oder als Vorspeise reichen.


Tzatziki ist ein Klassiker und wichtigste Zutat der griechischen Joghurtcreme sind Gurken. / Foto © iStock, LiliGraphie

Original griechisches Tsatsiki (Zaziki)

500 gr Joghurt, griechisch (hat 10 Prozent Fett und ist schnittfest, wichtig für dieses Rezept)
2 Knoblauchzehen
1 kleine Gurke
1 EL Weinessig
2 EL Olivenöl
ein Spritzer Zitrone
1 Handvoll frischer Dill, gehackt
Salz, Pfeffer

Gurken schälen und grob reiben. In ein Sieb geben. Kräftig salzen und etwa eine Stunde stehen lassen, damit möglichst viel Flüssigkeit abtropft, sonst wird das Tsatsiki zu dünn. Danach den Joghurt mit den Gurkenstückchen verrühren, Knoblauchzehen auspressen und mit den anderen Zutaten unterheben. Tsatsiki schmeckt zu Fleisch, Fisch, gebratenem Gemüse oder einfach zu frischem Brot.

Gefüllte Gurken

1 lange Salatgurke
Rapsöl
500 gr Rinderhack
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer
2 Eier
etwas Gemüsebrühe
200 gr geriebener Käse

Rinderhack mit den gewürfelten Zwiebeln und dem kleingeschnittenen Knoblauch in Rapsöl 10 Minuten braten. Auskühlen lassen. Inzwischen die Gurken schälen, halbieren, der Länge nach aufschneiden und aushöhlen, also die Kerne entfernen. Diese Gurkenschiffchen in eine gebutterte Auflaufform setzen. Eier unter die Hackfleischmasse rühren und damit die Gurkenstücke damit füllen. Etwas Brühe darüber gießen, mit Käse bestreuen und im Ofen bei 180 Grad gut eine halbe Stunde backen lassen. Dazu schmeckt Reis.

Gurkenlimonade

1 Salatgurke
5 Eiswürfel
Saft von zwei Limetten
80 gr Puderzucker
250 ml Mineralwasser

Die Gurken waschen und in Würfel schneiden. Gemeinsam mit den anderen Zutaten (außer Mineralwasser) in einen Mixbecher geben und fein pürieren. Mit dem Mineralwasser auffüllen und eisgekühlt servieren – die ideale Erfrischung an warmen Tagen.

Saure Gurken selbst gemacht

2 Salatgurken oder 1 kg kleine Bauerngurken
1 Zwiebel, Knoblauchzehen nach Belieben
2 EL Senfkörner
2 EL getrockneter Dill
Wacholder, Pfefferkörner und Piment nach Geschmack
eine gute Prise Zucker
Salz
Essigessenz

Einmachgläser heiß ausspülen und bereitstellen. Gurken waschen, große Exemplare klein schneiden. Die Gurken in die Gläser füllen, Zwiebeln und Knoblauch schälen und klein schneiden, darüber streuen. Gewürze nach Geschmack zugeben, Zucker darüber streuen. Wasser zum Kochen bringen und die Gläser mit dem kochenden Wasser auffüllen. Zum Schluss kräftig salzen und einen TL Essigessenz darüber geben. Die Gläser gut verschließen und an einem dunklen, kühlen Ort stehen lassen, mindestens für 14 Tage. Danach sind die Gurken knackig sauer. Nicht angebrochen halten sie sich meist bis zu einem Jahr. Wenn die Gurken verspeist sind, das Gurkenwasser bitte nicht weg schütten. Das Gurkenwasser schmeckt hervorragend und eignet sich als Dressing für Salate.

Quellen: Lebensmittellexikon, Deutsches Ernährungsberatungs- und Informationsnetz

Autor: Monika Preuk